Carsten Stork: "Rohstoffe bleiben der einzige Safe Haven in Zeiten politischer Unsicherheit!"
Shownotes
Carsten Stork, Asset Manager des DCX bei Vontobel, analysiert die Wirkung der US-Geldpolitik auf Rohstoffe. Donald Trump erhöht mit massiven Zinssenkungsforderungen den Druck auf die Fed, was den Dollar schwächt und Edelmetalle antreibt. "Niedrige Zinsen sind gut für Rohstoffe und besonders gut für Edelmetalle." Platin und Palladium profitieren zusätzlich von einer möglichen Abkehr vom Verbrenner-Aus. Geopolitische Risiken verschärfen die Lage: Russland und Südafrika dominieren das Palladium-Angebot, während die USA Silber und Kupfer als kritische Metalle einstufen. Die Silbernachfrage wächst durch Photovoltaik rasant, Recycling kann das Defizit nicht ausgleichen. "Da wird dir fast schlecht. Der Abbau ist so umweltschädlich, da werden Giftstoffe in die Erde reingepumpt, die du nicht mehr rausbekommst." Seltene Erden bleiben geopolitisch heikel, obwohl sie nicht selten sind. Für Stork steht fest: "Rohstoffe sind eigentlich der einzige Safe Haven, den es gibt."
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00:00:00: Börsenradio Network AG.
00:00:02: Das Börsenradio für Privatanleger.
00:00:05: Platin,
00:00:05: Palladium, die laufen einfach seit dem Fed-Meeting noch mal sensationell.
00:00:09: Und das befeuert natürlich niedrige Zinsen, sind generell gut für Rohstoffe und besonders gut für Edelmetalle.
00:00:15: Hallo, mein Name ist Karsten Storck.
00:00:16: Ich bin Asset Manager des DCX, das Dynamic Commodity Index, den wir gemeinsam mit dem Bankosfondtruppel im Dezember, im Dezember, im Dezember, im Dezember, im Dezember, im Dezember, im Dezember, im Dezember, im Dezember, im Dezember, im Dezember, im Dezember, im Dezember, im Dezember, im Dezember, im Dezember, im Dezember, im Dezember, im Dezember, im Dezember, im Dezember, im Dezember, im Dezember, im Dezember, im Dezember, im Dezember, im Dezember, im Dezember, im Dezember, im Dezember, im Dezember, im Dezember, im Dezember, im Dezember, im Dezember, im Dezember,
00:00:32: im Dezember.
00:00:33: Dann sage ich ganz herzlich willkommen beim Börsenradio.
00:00:35: Ich bin Andi Groß und Kasten.
00:00:37: Lass uns heute sprechen über Platin, über Palladium und deren mögliche neue Rolle als Industriemetalle.
00:00:44: Außerdem über Silber.
00:00:45: Da gab es jetzt kürzlich eine ganz interessante Studie, die du gefunden hast.
00:00:49: Und vielleicht schaffen wir uns auch noch ein kurzes Update bei den Metallen der seltenen Erden.
00:00:53: Da hast du dich ja auch so richtig reingefuchst.
00:00:55: Aber beginnen möchte ich mit der Geldpolitik der amerikanischen Notenbank Fett.
00:01:00: Hat ja sicherlich auch eben Nachgang, Auswirkungen auf das Thema Metalle und deren Preise.
00:01:06: Die FED galt ja Jahrzehnte lang.
00:01:08: Als Hort der Stabilität, als Hort der Zuverlässigkeit, aber seit Trump auch in diesem durchaus kritischen Spiel seine Meinung hat und die Lautstark kundtut, geht die Sorge um.
00:01:18: Ja, die Zahlungsfähigkeit der Amerikaner steht irgendwie auf dem Prüfstand und damit auch die Rolle des Dollar.
00:01:23: Also vereinfacht gesagt hat ja die FED, dass man da die Preise stabil zu halten.
00:01:29: Und am Arbeitsmarkt für Vollbeschäftigung zu sorgen, momentan driften diese Ziele, wo sie ein bisschen auseinander, Arbeitsmarkten, Risiko nach unten, Inflationen, Risiko nach oben, da kann sie viel falsch machen mit der Zinsschraube.
00:01:42: Lediglich die Trumpschen Hardliner im Board, also Myron Bowman und Waller, die wissen ganz genau, was zu tun ist, nämlich Zinsen runter und runter und runter und damit wollen sie die Fert in den Taubenschlag verwandeln.
00:01:55: Wie schätzt du das ein, die Situation momentan?
00:01:58: Wie kritisch ist das?
00:01:59: Das ist ein wirklich komplexes Thema geworden.
00:02:01: Ja, ich habe auch sehr weit ausgeholt.
00:02:05: Wie du es ja angesprochen hast, das war ja ursprünglich.
00:02:07: Die FED hat die Aufgabe, die Preisstabilität zu halten, auch anders als in Europa in den Arbeitsmarkt einzugreifen.
00:02:14: Und die FED arbeitet unter Jerome Paul eigentlich seit er FED... Präsident ist sehr datengetrieben, also lässt sich wirklich kaum beeinflussen durch irgendwelche politischen Events.
00:02:25: Allerdings ist Folgendes produziert.
00:02:27: Donald Trump hat ja vor wenigen Wochen die Leiterin des Statistischen Amtes gefeuert, weil die Revisionen so massiv nach unten getätigt wurden, besonders was die Arbeitsmarktdaten angeht.
00:02:36: Soll heißen, dass der Markt eigentlich und Donald Trump sich selbst gar nicht mehr auf diese Veröffentlichung der Arbeitsmarktdaten verlassen konnte, weil die Revision eine Monate später so gravierend doch unten war, dass er die Reise Leine gezogen hat und das hat es noch nie gegeben meines Wissens, also er hat die Chefin dann gefeuert und da sieht man schon wie heiß das Thema ist.
00:02:54: Also Donald Trump versucht natürlich aufgrund seiner Politik die Zinsen nach unten zu treiben und das gelingt ihm nicht, weil sich die Fed immer wieder darauf beruft, dass sie eben Daten getrieben und unabhängig ist.
00:03:06: Und Jerome Powell gerät immer mehr unter Druck, weil Donald Trump, wir wissen ja, dass seine Kommunikation mit dem Markt vorwiegend über seine eigene Social Media-Plattform Truth Social stattfindet und er hat ja mehrfach öffentlich Zinssenkungen und bis zu dreihundert Basispunkte gefordert.
00:03:21: Es ist jetzt so, dass er so pöpö versucht, also er kriegt Unterstützung aus dem Komitee, darunter fällt zum Beispiel Waller.
00:03:29: Aber auch die Michelle Bowman, die Vizekouverneurin, die haben sich kurz nach dem Juli-Meeting geäußert, dass sie eigentlich auch dafür wären, dass die Zinsen und Zinsen- und Zinsen- und Zinsen- und Zinsen- und Zinsen- und Zinsen- und Zinsen- und Zinsen- und Zinsen- und Zinsen- und Zinsen- und Zinsen- und Zinsen- und Zinsen- und Zinsen- und Zinsen- und Zinsen- und Zinsen- und Zinsen- und Zinsen- und Zinsen- und Zinsen- und Zinsen- und Zinsen- und Zinsen- und Zinsen- und Zinsen- und Zinsen- und Zinsen- und Zinsen- und Zinsen- und Zinsen- und Zinsen- und Zinsen- und Zinsen- und Zinsen-.
00:03:56: Jetzt stellt sich der Markt so ein bisschen.
00:03:58: die Frage, ob sich Myron vielleicht schon so ein bisschen in Stellung bringt, als nächster Fedgabiner Geron Paul, drittjahr, Was wir jetzt aktuell sehen, ist, dass die Situation, wie folgt ist, der Markt erwartet nach der Zinssenkung im September zwei weitere Zinssenkungen in der Höhe von twenty-fünf Basispunkten für das Oktober-Meeting oder das Dezember-Meeting dieses Jahr.
00:04:20: Ich könnte mir vorstellen, dass es sogar noch einen Fünfzig-Basis-Punkte-Cut gibt und einen twenty-fünfzig-Basis-Punkte-Cut.
00:04:26: Aber Fakt ist, alles, was über das Frühjahr hinaus an Erwartung da ist, ist eigentlich Makulatur, weil der Posten wird neu besetzt und Donald Trump wird sicher versuchen.
00:04:36: seine persönlichen Vorzugspersonen in Stellung zu bringen in dem Komitee, dass die Zinsen schneller und weiterfallen als der Markt das momentan.
00:04:45: annimmt.
00:04:46: Und das ist natürlich Benzin aufs Feuer für die gesamten Edelmetalle vor allem, das hat man auch gut gesehen, bei Gold, Silber, aber auch Platin, Palladium, die laufen einfach seit dem Fed-Meeting noch mal sensationell und das befeuert natürlich.
00:05:00: Niedrige Zinsen sind generell gut für Rohstoffe und besonders gut für Edelmetalle und besonders schlecht natürlich für den US-Dollar oder den Dollarindex, was man ja auch gesehen hat.
00:05:09: Der Euro hatte gegenüber dem Dollar seit Jahresanfang auch bis zu.
00:05:14: Ich glaube, da ist auch noch nicht das Ende der Fahnenstange erreicht.
00:05:17: Hier hat der Eingachs gesagt, wir sprachen über Palladium und Platin in der Sonderrolle.
00:05:22: Also nicht nur das Thema, was machen die Zinsen, das macht der Dollar, was macht das mit den Metallen allgemein, sondern was tut sich bei Palladium und Platin ganz speziell?
00:05:31: Und hast du eine interessante These im Vorgespräch aufgeworfen, hast gesagt, also das Verbrenner... aus in Europa, in der EU, das kommt nicht oder nicht so, wie gedacht.
00:05:42: Was hat das mit Palladium und Platinum zu tun?
00:05:45: Also Palladium besonders, Platin auch, wird besonders als Industrimetall von der Automobilindustrie nachgefragt, weil es in den Katalysatoren verbaut wird.
00:05:54: Ein Grund, warum Palladium eigentlich die letzten Jahre nie wirklich nach oben gegangen ist, ist einfach, dass der Markt damit gerechnet hat, dass die grüne Wände weitergeht.
00:06:02: Wir steigen auf die Elektromobilität um.
00:06:05: Das heißt, Verbrenner werden weniger gebaut oder gar nicht mehr gebaut, ab im Jahr zwei Tausendfünfunddreißig.
00:06:10: Und das liegt natürlich auf dem Palladiumpreis wie so ein Stein.
00:06:14: das nicht nach oben hat gehen lassen.
00:06:16: Und wir sehen jetzt die ersten Tendenzen aufgrund der Krise in der Automobilindustrie in Deutschland.
00:06:22: Ich glaube, Porsche hat ja letzte Woche auch wieder einen Profitbornen gebracht.
00:06:25: Ich habe jetzt heute eine Studie in der South China Post gelesen, einen Artikel.
00:06:30: Ich glaube, das Defizit bei den Autos dieses Jahr, Deutschland gegenüber China ist seit Januar um hundred und vierzig Prozent angestiegen.
00:06:37: Also soll heißen, dass viel mehr Autos von China jetzt nach in die Bundesrepublik kommen als umgekehrt, wie es mal war.
00:06:43: Und die deutsche Automobilindustrie hat vor wenigen Wochen geschlossen, einen Brief geschrieben an die EU, wo sie eben darauf hingewiesen haben, dass sie, wenn das Verbrenner auskommt, eigentlich mehr oder weniger kritisch sind, was das Überleben angeht.
00:06:57: Und Manfred Weber hat sich sehr prominent vor ungefähr zehn Tagen, zwei Wochen in der Bildzeitung geäußert, dass er dafür sorgen wird, dass das Verbrenner aus, dass das nicht kommt.
00:07:08: Es hat sich dann Ursula von der Leyen auch kurzzeitig zu Wort gemeldet und gesagt, sie will bis Dezember diesen Jahres diesbezüglich eine Entscheidung treffen.
00:07:17: Was hat das mit Palladium und Platin zu tun?
00:07:19: Also bei Platin ist es ja ein Sonderfall, weil Platin ist seit Juni, May, Juni, Extrem stark angestiegen.
00:07:27: Dieser Auslöser für diesen starken Anstieg, der kam eigentlich in erster Linie aus der Schmuckindustrie.
00:07:33: Und zwar, weil Gold so stark gestiegen ist, dass viele Schmuckproduzenten und Schmuckhändler sind, ist da ja ein Riesenmarkt auch der Nahe Osten.
00:07:40: Die haben angefangen zu substituieren, also das teure Gold gegen das günstigere... Platin, das war der erste Schwung und der zweite Schwung, der kommt jetzt meines Erachtens aus dieser potenziellen Nachfragesteigerung.
00:07:52: aus der Automobilindustrie wieder gegenüber Platin und Palladium.
00:07:56: Und ich könnte mir gut vorstellen, dass wenn dieses Verbrenner ausfällt, wovon ich jetzt einmal ausgehe, dass die Nachfrage nach diesen zwei Metallen jetzt nicht nur aus dem Edelmetallbereich, wie es in Platin ist, sondern eben auch aus dem Industriebereich stark ansteigen könnte.
00:08:09: Platin hat ja schon schön reagiert, wir sind ja knapp bei der US-Dollar pro Umzug wieder, aber auch Palladium hält sich sehr gut, reagiert auch sehr sensibel auf diese Neuigkeiten.
00:08:18: Und ich könnte mir vorstellen, dass das für diese beiden Metalle sowohl gegen Jahresende, aber auch im ersten Quartal, in dem es noch mal ein ordentlicher Schub gibt.
00:08:27: Wir dürfen nicht vergessen, dass China hier auch ein großer Produzent ist in der Automobilindustrie.
00:08:32: Und wie gesagt, wenn da mehr Nachfrage kommt, dann ist das für mich aufgrund der Shortage, die wir im Markt haben, also das strukturelle Defizit bei den Metallen, ist das für mich eine logische Konsequenz, dass die weiter steigen werden.
00:08:43: Preis ist das eine, Shortage ist das andere.
00:08:46: Wo kriegt man so viel Platin oder Palladium her?
00:08:48: Was sind die Lieferstaaten?
00:08:51: Bei Platin und Palladium ist es wirklich so, dass der Großteil der Produktion eigentlich in Ländern stattfindet, die geopolitisch auch jetzt nicht so stabil sind.
00:09:01: Bleiben wir mal beim Palladium, weil das wird wahrscheinlich von den Wiedererstarken der Automobilindustrie in Richtung Verbrenner meisten profitieren.
00:09:08: Vierzig Prozent des Palladiums werden in Russland produziert und vierzig Prozent werden in Südafrika produziert.
00:09:14: Die restlichen zwanzig verteilen sich dann auf den Rest der Welt.
00:09:17: Aber du siehst schon, sowohl Südafrika hat immer wieder mit sehr infrastrukturellen Problemen zu kämpfen.
00:09:23: Gerade was, was die, also was wirklich die tatsächliche Infrastruktur angeht.
00:09:26: Die haben Powerouts, Stromausfälle in dem Fall, die die Produktion beeinflusst.
00:09:31: Und bei Russland, da wissen wir, das ist ein eigenes Thema aufgrund der Sanktionierungen der Europäischen Union gegenüber Russland.
00:09:37: Also es wäre ein leichtes wahrscheinlich irgendwann für die russische Regierung oder Putin zu sagen, wisst ihr was?
00:09:42: Also wenn ihr zwar Palladium braucht, aber von mir bekommt ihr nichts.
00:09:46: Das könnte natürlich nochmal diesen doppelten Effekt nach oben haben.
00:09:49: Wir haben das gesehen, wie damals Russland in der Ukraine einmarschiert ist.
00:09:57: Dollar gestiegen.
00:09:58: Also da sieht man, was da an Volatilität dahinter ist.
00:10:01: Plus, es ist so, dass der Palladiumfuture an sich auch von allen Metallfuturen, die an das CMI in den USA gehandelt werden, eigentlich der illiquideste ist.
00:10:09: Es ist ein extrem schwerer Kontakt.
00:10:11: Es ist ein Kontakt, bei dem das Managed Money seit die grüne Wende gestartet ist, tendenziell eher immer short ist.
00:10:18: Und das verstärkt auch immer diese kurzfristigen Effekte nach oben.
00:10:21: Immer wenn eine bulische Meldung eigentlich im Palladium kommt, kann man das gut beobachten im Future, dass der um bis zu zehn, fünfzehn Prozent in ein halb weniger Tage nach oben springt.
00:10:29: Ich
00:10:30: habe es gerade nochmal aktuell nachgeschaut, Südafrika.
00:10:32: Das ist ja richtig gut, dass der Trump Südafrika mit dreißig Prozent Strafzellen belegt hat, oder?
00:10:38: Ich glaube, dass die USA ihr eigenes Hübschen da kocht, gerade was die kritischen Rohstoffe angeht und gerade was die kritischen Metalle angeht.
00:10:46: Also jetzt, dann, am twenty-zwanzigsten August, ist die neue Liste der kritischen Metalle des Departments rausgekommen in den USA und da ist ja erstmalig auch Silber und Kupfer drauf.
00:10:55: Silber und Kupfer, also das ist doch eigentlich ein Standard.
00:10:58: Also das ist eine Standardmetalle.
00:11:01: Das sind eigentlich Standard-Metalle, deswegen war der Markt auch überrascht, aber es wurde von der US-Regierung als kritisches Metall eingeschmuft.
00:11:07: Bei Silber könnte ich mir gut vorstellen, dass ein Grund ist, dass wahrscheinlich, dass ca.
00:11:12: der weltweiten Produktion auch wieder hoch aus Hochrisikogebieten kommen, die geopolitisch einfach vergiehen sind.
00:11:17: Und beim Kupfer und beim Silber ist es momentan so, dass wir wirklich schon eine strukturelle Shortage haben.
00:11:22: Im Silber ist die Shortage da, ich glaube, seit ... Und ich habe mir mal angeschaut, also die letzten fünf Jahre zurückgehend bis zum Jahr zwanzig ist das Defizit in der Silberproduktion mittlerweile in den letzten fünf Jahren so hoch, dass es einer gesamten Jahresminenproduktion entspricht.
00:11:42: Also wir reden hier über richtig hohe Zahlen und ich glaube, das ist einer der Beweggründe, warum die US-Regierung gesagt hat, sie nimmt diese beiden Metalle auch auf die kritische Liste drauf.
00:11:51: Also da sieht man schon, dass politisch und gerade in den USA, also auch bei seltenen Erden, diese vermeintliche Beteiligung an MP-Materials.
00:11:58: Das sind alles Themen, wo die USA sich einfach positionieren möchte, weil die wissen, dass das in Zukunft wahrscheinlich noch mal schwieriger wird, weil die globalen Handelsströmer sich seit der Pandemie, die wieder in die Richtung erholten, wo wir davor waren, jetzt nicht wegen der Pandemie, sondern eigentlich wegen geopolitischen oder politischen Verwerfungen.
00:12:17: Ob das jetzt Handelskriege sind oder ob das irgendwelche Sanktionen gegenüber Ländern sind, aber Fakt ist, es führt dazu, dass dieses Angebotsdefizit, das wir in den Industriemetallen schon haben, dadurch eigentlich noch mal verstärkt wird.
00:12:29: weil eben die Marktteilnehmer realisieren, dass das Angebot nicht in der Form Verhandnis wie wir es bräuchten.
00:12:36: Er hat einerseits damit zu tun, dass kurz nach der Pandemie viele Explorationsprojekte im Nienenbereich einfach unholt gestellt wurden, auch durch diese stark steigenden Zinsen, die wir Anfang der Jahrzehnte gesehen haben, sind viele Projekte nach hinten gestellt worden.
00:12:50: Das ist genau das, was uns jetzt eigentlich einholt, dass wir eigentlich weltwirtschaftlich gesehen eine extrem hohe Nachfrage nach Industriemetallen haben.
00:12:59: Bedingt durch verschiedenste Gründe, also ob das jetzt die Infrastrukturprogramme der Europäischen Union sind, ob das die Aufrüstung weltweit ist, aber die Minenproduzenten und die Explorer kommen eigentlich nicht nach dieses Defizit zu decken.
00:13:12: Und ich gehe davon aus, dass wir das Defizit noch länger haben und dass es größer wird.
00:13:16: Und was machen diejenigen, die so was recyceln?
00:13:20: Also wir sind insgesamt beim Silber knapp über ein Tausend Millionen Unzen pro Jahr.
00:13:26: Das ist das, was im Markt zur Verfügung stehen.
00:13:29: Und um ein Beispiel zu geben, davon kommen knapp achthundertvierzig Millionen Unzen aus der Minenproduktion.
00:13:35: Also das ist das, was neu geschaffen wird.
00:13:36: Und das, was du jetzt angesprochen hast, das Recycling ist ja das, was an der Oberfläche da ist, was recycelt wird.
00:13:41: Das ist ungefähr die Differenz zu diesen ein tausend Millionen.
00:13:44: Also sprich, das sind knapp hundertdreiundneunzig Millionen, hundertfünfundneunzig Millionen Unzen, die jährlich recycelt werden.
00:13:50: Das steigt über die letzten zehn Jahre leicht an, aber marginal.
00:13:55: Also ich glaube nicht, dass... dass uns retten könnte, sagen wir es mal so.
00:13:58: Und auch dazu, wo wir eben gesehen haben, gerade aus dem Bereich der Photovoltaik, aus dem Bereich der grünen Wende, wir hatten im Jahr zwei Tausend Sechzehn eine Nachfrage aus diesem Bereich von knapp Achtzig Millionen Unzen und sind aktuell bei fast zweihundert Millionen.
00:14:12: Das ist die Studie, die du eingangs angesprochen hast von der Universität Gent.
00:14:16: Die hat sich genau das angeschaut, wie eben die Nachfrage aus der Photovoltaik, ob die quasi die Silbernachfrage nochmal erhöht.
00:14:22: Und das ist so.
00:14:23: Das hat interessanterweise damit zu tun, dass die Technologie im Photovoltaikbereich sich weiterentwickelt.
00:14:29: Das heißt also, unsere Photovoltaikanwendungen werden leistungsstärker.
00:14:33: Aber diese Leistungsstärke wird zusätzlich durch mehr Silber erreicht.
00:14:39: Das heißt, du musst mehr Silber verbauen.
00:14:41: damit diese Leistungsstärke erreicht.
00:14:44: Und das ist das Interessante.
00:14:45: Ich glaube, das haben viele noch nicht so auf der Uhr gehabt, dass der technologische Wandel dazu führt, dass die Nachfrage nach Silber aus dem Photovoltaik-Dereich noch größer wird.
00:14:53: Wir sind bei knapp zwei Hundert Millionen Unzen aus der Photovoltaik und die Universität Gent geht davon aus, dass dieser Bedarf bis auf vierhundertfünfzig Millionen Unzen im Jahr zwei Tausend Dreißig ansteigen kann.
00:15:03: Also nicht der Krieg ums Wasser.
00:15:05: Der ist ja jetzt vorbei, wenn man mehr Wasser sehr gut entsalzen kann, hätte ich die Tage gehört.
00:15:11: Sondern der Krieg um Metalle, Gold, Silber.
00:15:14: Ja,
00:15:14: und wir haben es eingangs ja besprochen.
00:15:16: Das ist dieses Misstrauen gegenüber dem US-Dollar einerseits, weil eben Donald Trump die Fett so stark unter Druck setzt.
00:15:22: Da hast du ja gesagt, das war immer eine Institution, auch die man sich verlassen konnte.
00:15:25: Und durch diese politische Unsicherheit, durch diesen Druck sinkt natürlich auch das Verbrauen in die Fett, in den Markt, in den US-Dollar.
00:15:32: Das sieht man, sonst wird der US-Dollar nicht fallen.
00:15:34: Und das führt natürlich jetzt auch noch dazu, dass gerade die Nachfrage nach Gold und Silber vonseiten Institutioneller Kunden wie zum Beispiel Notenbanken massiv nach oben gehen.
00:15:43: Das ist ja ein Grund, warum der Goldpreis so stark gestiegen ist.
00:15:46: Also wir haben mittlerweile eine Nachfrage von über tausend Unzen nach Gold, allein aus dem Notenbankbereich.
00:15:51: Und das Krasse ist, dass wir die ersten Tendenzen haben, dass Silber auch von Notenbanken gekauft wird.
00:15:57: Also die Notenbachs von Russland zum Beispiel hat sich Anfang des Jahres die Möglichkeit eingeräumt, ich glaube im Gegenwert von einer halben Milliarde US-Dollar Silber zu kaufen.
00:16:06: Und es ist nachweislich, dass die Notenbank von Saudi-Arabien erst malig in einen Sieber-ITF investiert hat.
00:16:12: Also finde ich total interessante, wie soll ich sagen, Entwicklungen, wo die mit so brachgelegen sind und erst in den letzten fünf Jahren der Markt wieder realisiert, dass es eigentlich das einzige Safe Haven-Asset ist, dass es gibt im Markt.
00:16:23: Ich
00:16:23: trau mich ja gar nicht, die Frage zu stellen nach den seltenen Erden, die ja eigentlich die Metalle der seltenen Erden sind und auch gar nicht so selten wie der Name eigentlich vermuten lässt.
00:16:32: Aber da bist du ja der Fachmann, du hast richtig reingefuchst.
00:16:34: Was ist denn das Problem?
00:16:35: der Metalle der seltenen Irren.
00:16:37: Also bei den seltenen Erden, die Begriffsbezeichnung ist eigentlich falsch, weil die seltenen Erden gibt es relativ häufig.
00:16:43: Das Problem ist nur, dass sie nie als einzelnes Metall vorkommen, sondern immer in einer Konzentration mehrer Metalle.
00:16:49: Und die Seltenheit bezieht sich eigentlich eher darauf, dass die Verfügbarkeit relativ knapp ist.
00:16:53: und die Verfügbarkeit ist deswegen so gering, weil das Extrahieren dieser Metalle extrem aufwendig und umweltschädlich ist.
00:16:59: Also China ist daher führend, ich glaube, achtzig Prozent des Marktes der seltenen Erden kommen aus China, hat in erster Linie damit zu tun, dass die schon... in den Achtzigerjahren mit dem Abbau begonnen haben, weil die realisiert haben, dass das in der Hochtechnologie besonders stark nachgefragt sein wird, wie die Computerisierung angefangen hat in den Achtzigerjahren.
00:17:16: Und wir sehen das ja heute, also seltene Erden werden ja besonders stark genutzt in allen hochtechnologischen Instrumenten, ob das jetzt Smartphones sind, ob das Photovoltaikanlagen, Windräder, Bildschirmen, Rüstungsgüter, also sprich Raketen oder auch Kanzer oder was auch immer, da wird das ja extrem stark verbaut.
00:17:34: Und die crux ist, dass der Abbau so umbildt.
00:17:36: schädlich ist.
00:17:37: Es ist ja eigentlich abstrus, dass wir zum Beispiel in Deutschland jetzt die grüne Wende hoch loben, weil wir CO² weniger ausstoßen, was ja auch gut ist.
00:17:45: Aber im Endeffekt, wenn man sich mal anschaut, wie seltene Erden abgebaut werden, die du brauchst, um ein Windrad zu betreiben oder die Photovoltaik in Gang zu halten, dann wird der eigentlich fast schlecht, weil dieser Abbau ist so dermaßen umweltschädlich, da werden Giftstoffe in die Erde hineingepumpt, in die Erdkosten hineingepumpt, die du nicht mehr rausbekommst.
00:18:02: Also es ist ein sehr, sehr interessantes Thema und Ist ein geopolitisches Thema geworden, hat, glaube ich, so, ... ... im ersten Handelskrieg zwischen China und den USA.
00:18:12: Und die USA wissen und der Rest der Welt auch, ... ... dass wenn sie diese seltenen Erden nicht genug zur Verfügung gestellt bekommen, ... ... dass sie halt ein massives Problem genau in diesen Bereichen kommen werden.
00:18:21: Dass sie da halt nicht weiter sich entwickeln können.
00:18:24: Und das führt eigentlich dazu, dass seltener Erden, die eben nicht selten sind, ... ... das macht die Verfügbarkeit so extrem eng und das treibt die Preise.
00:18:31: Und es gibt zwar mehrere Unternehmen, die in dem Bereich außer ... China-Asthetik sind, aber wirklich große gibt es eigentlich nur zwei.
00:18:37: Das eine ist die MP Materials, das ist in den USA ein Unternehmen und das zweite ist die Lünas Rare Earth, ein australisches Unternehmen.
00:18:44: Ich habe es mir jetzt kurz vor unserer Sendung nochmal angeschaut, also die Lünas Rare Earth ist seit Januar, zwei Tausend, zweiundzwanzig und hundertsechzig Prozent angestiegen.
00:18:52: Und da sieht man schon, dass der Markt einfach damit rechnet, dass das noch dünner wird.
00:18:56: Die Nachfrage bleibt groß, wird wachsen und das Angebot wird eher kleiner werden.
00:19:01: Also dann bitte, liebe Zuhörerinnen und Zuhörer, sämtliche Schubbläden durchsuchen bei euch zu Hause, ob da irgendwelche alten Händis noch rumliegen oder Computer nicht wegschmeißen, sondern das Ding recyceln, Kassenstock.
00:19:15: Dankeschön für diesen hochinteressanten Ausschlag in die Welt der Metalle Seltener und weniger Seltener.
00:19:22: Es ist ein Asset, um das ein Wettlauf begonnen hat schon vor fünfzehn Jahren und das wird sich zwangsläufig und hat sich auch schon im Preis niedergeschlagen.
00:19:32: Dankeschön fürs Interview.
00:19:34: Vielen Dank für die Einladung.
00:19:35: Mehr im Blog bei von Tobel, der von
00:19:44: Kanal.
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