Rohstoffexperte Stork: "Gold eher bei 5.000 Dollar als bei 3.000"
Shownotes
Carsten Stork sieht die Lage am Persischen Golf trotz ausbleibender Angriffe weiter als angespannt. "Die Ruhe am Golf ist trügerisch." Vor allem die Straße von Hormus bleibt ein geopolitischer Risikofaktor. Zwar notiert Rohöl wieder auf Vorkriegsniveau, doch Verbraucher profitieren kaum. Ursache sind hohe Preise für raffinierte Produkte wie Benzin, Heizöl und Kerosin. Gleichzeitig haben sich die Lagerbestände deutlich verringert. Auch die neue Kommunikationsstrategie der US-Notenbank sorgt für Unsicherheit. "Ich habe selten bei einem Fed-Meeting eine solche Zinsveränderung gesehen." Für die kommenden Monate richtet Stork den Blick zusätzlich auf einen möglichen Super El Niño. Er erwartet Auswirkungen auf Ernten und steigende Preise bei Agrarrohstoffen. Im Dynamic Commodity Index gewichtet er deshalb Getreide und Soft Commodities stärker. Gleichzeitig bleibt er für Edelmetalle optimistisch. "Ich bin überzeugt davon, dass wir Gold gegen Jahresende eher Richtung 5000 sehen, als dass wir bei 3000 stehen."
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00:00:06: Ich bin überzeugt davon, dass wir Gold gegen Jahresende eher wieder Richtung Fünftausend sehen als das wir bei Dreidhausen stehen.
00:00:14: Hallo mein Name ist Carsten Stork.
00:00:16: ich bin Indexadvisor, Indexberater des DCX Dynamic Commodity Index ein aktiv gemanagtes Zertifikat das an den Börsen in Frankfurt, Stuttgart und Zürich gehandelt wird und sich hauptsächlich mit Rohstoffthemen und geopolitischen Themen befasst.
00:00:47: Es ist eine trügerische Ruhe.
00:00:51: Ich meine, Trump hat sich ja naturgemäß ein bisschen zurückhalten müssen und er hat mehr mit sich selber zu tun.
00:00:57: Er hat seine großartige Nationen gefeiert und gelobt.
00:01:01: Zweihundertfünfzig Jahre Independence Day!
00:01:03: Und er musste auch den Infantino anrufen um die Rotsperre gegen den amerikanischen Spieler Follerine Balogun aufzuheben.
00:01:11: also das zumindest kommt in der Fußballwelt gar nicht gut an.
00:01:16: Also du hast es gut erwähnt Eine trügerische Ruhe.
00:01:20: Es ist in der Tat ruhig bei uns seit ungefähr Mitte Mai, jetzt haben wir Anfang Mitte Juli also seit gut zwei Monaten profitieren wir von der Ruhe hier im Sinne davon dass es keine Angriffe mehr gibt aus dem Iran und trügersch deswegen weil wenn man eine Blick auf die Straße vom Hormus wirft dann sieht man das momentan zwei Kanäle offen sind wenn man so möchte wenn man das bezeichnen kann Und zwar ist das die Seite Richtung Oman und die zweite Seite ist Richtung Iran.
00:01:49: Und dazwischen ist es eigentlich zu, weil keiner weiß wie viele Minen da liegen.
00:01:53: also diese zwei Straßen werden aktiv genutzt.
00:01:56: Jetzt hat sich aber die letzten Tage immer mehr herauskristallisiert, dass eigentlich die Seite zum Moment fast gar nicht genutzt wird sondern nur die Seite zu Iran.
00:02:04: Das spricht dafür das der Iran nach wie vor Druck in der Straße ausübt.
00:02:08: es werden weiterhin hohe Mautgebühren bezahlt von den Redereien damit sie da überhaupt durchfahren dürfen und es ist auch in der Tat so dass die Friedensverhandlungen zwischen den USA und dem Iran eher schleppend vorangehen.
00:02:20: Es gibt drei wesentliche Knackpunkte, wo ich persönlich glaube, dass eine Einigung schwer zielt werden kann.
00:02:25: Das Eine sind die Reparationszahlung und von dreihundert Milliarden, die der Iran von den USA fordert, wo Donald Trump gesagt hat das Geld wird fließen aber er hat gesagt Die USA werden es nicht bezahlen.
00:02:36: also stellt sich die Frage Wo das Geld herkommen soll?
00:02:39: Der zweite knackpunkt ist die Herrschaft über die Straße von Hormuz.
00:02:42: Ich glaube Nicht Dass der Iran die aufgeben wird einfach mir nichts, dir nichts und die Schiffe wieder gratis durchfahren lässt.
00:02:48: Das wird wahrscheinlich nicht stattfinden!
00:02:50: Und der dritte Knackpunkt ist eigentlich das warum der Krieger begonnen wurde nämlich dass angereichete Uranen im Iran lagert und dass die USA unbedingt vernichten möchte raus haben will.
00:03:01: und ich glaube auch da wird der Iran nicht wirklich zustimmen.
00:03:03: also man darf gespannt sein.
00:03:04: wir sind jetzt so.
00:03:06: Die Hälfte haben wir durch von diesen Sechzig Tagen des Memorandums of Understanding und man liest relativ wenig.
00:03:12: Du hast das sehr, sehr gut analysiert weil sich die Lage vermeintlich beruhigt hat.
00:03:17: aber ich denke dass das Thema nochmal hochkochen wird.
00:03:19: drei Knackpunkte Das könnten drei zu viel eigentlich sein.
00:03:23: was macht das mit dem Ölpreis?
00:03:24: jetzt?
00:03:25: momentan?
00:03:25: also hierzulande ist der Tankrabatt ausgelaufen.
00:03:30: irgendwie spürt man das nur marginal.
00:03:33: Also das scheint mit dem Ölpreis und Benzinpreis dem Tatsichen durchaus einiges angestellt zu haben.
00:03:40: Sehr gut beobachtet, was wir sehen sind fallende Ölpreise in den beiden großen Sorten WTI.
00:03:45: Das ist ja so die amerikanische Crude-Eul-Sorte und dann haben wir noch das Brand-Crew.
00:03:52: Das Europäische handelt momentan wieder etwas über dem amerikanischen, um mal einen Einblick zu geben also das amerikanliche Öl handelt ungefähr bei US dollar das Fass im Brand-crew zum ca.
00:04:04: US dollar pro fass.
00:04:05: Das ist Vorkriegs-Niveau.
00:04:07: Also das ist wirklich das Niveau annähernd, dass wir gesehen haben Ende Februar kurz bevor der Krieg losgegangen ist.
00:04:13: also das hat er schon gut geschafft.
00:04:15: Donald Trump mit seinem Narrativ.
00:04:18: ich glaube er hatte insgesamt einviert sich mal in diesen drei Monaten den Frieden angekündigt und das hat auch schon gut gemacht.
00:04:24: es ist ihm gelungen diesen Ölpreis wirklich auf dieses vor Kriegsniveau zu drücken.
00:04:28: die Koks jedoch isst Wenn man sich die Crack-Spreads anschaut, was sind Crackspreads?
00:04:33: Das sind jene raffinierten Produkte, die vom Ölpreis abhängig sind wie zum Beispiel Benzin, Heizöl oder auch Kerosin.
00:04:41: Und die fallen nicht!
00:04:42: Die sind weit über dem Vorkriegsniveau.
00:04:45: und das ist sein großes Problem auch dass er beim amerikanischen Benzin immer noch ein Level hat.
00:04:50: Dass weit von dem entfernt ist, dass er eigentlich angekündigt hat.
00:04:53: Er ist ein Chefankündiger wenn man so möchte... ...und er hatte es ja angekünstigt den Preis pro Galone Benzin in den USA auf weit unter zwei Dollar drücken möchte.
00:05:04: Da waren wir übrigens, wie er das Amt angedreht hat.
00:05:06: Wir waren glaube ich bei uns neunzig, eins achtzig und wir waren jetzt im halben vier dollar fünfzig und sind aktuell immer noch bei wahrscheinlich drei dollar achtzig beim amerikanischen Tank stehen.
00:05:16: Und diese Crack Spats wirken sich natürlich auch auf die raffinierten Produkte in Europa aus.
00:05:22: Das ist der Grund, warum der deutsche Konsument das nicht spürt und dass es auch nicht so schnell sehen wird weil solange diese Preise für Benzin, Karosin Heizöl oder Gas so lange dies hoch bleiben und eigentlich sich losgelöst haben von den Rohölpreisen, weil das ist ja das faszinierende!
00:05:39: Wenn man sich die Rohölpreise mal im langjährigen Vergleich anschaut, verglichen mit Denzinheizöl oder auch mit Kerosin.
00:05:46: dann wird man feststellen dass die Korrelation extrem hoch ist.
00:05:50: Das heißt fällt der Rohöl preis fallen auch diese raffinierten Produkte und umgekehrt.
00:05:55: das ist das was sich jetzt geändert hat und es spricht eindeutig dafür dass möglicherweise strukturell da irgendwas komplett falsch läuft.
00:06:03: Ein Schelm wäre dabei.
00:06:04: Böses vermutet, der Erdölpreis möglicherweise sogar manipuliert wurde in den letzten Wochen.
00:06:10: Kerosin!
00:06:11: Da gab es vor einer Woche riesige Aufregung bei der Lufthansa und zwar hatte der Spiegel gemeldet dass der Lüfthanser der Sprit ausgeht.
00:06:20: Der Luftheancer hat sofort gesagt das ist eine Falsch-Meldung.
00:06:23: wir haben einen Plan was wir machen wenn uns der Spritz ausgeht.
00:06:27: welche Flüge wird dann grounden würden ums zu konzentrieren?
00:06:32: lange Rede kurzer Sinn.
00:06:33: Du hast jetzt den Preis angesprochen von der sogenannten Crack Spreads, auch Kerosin.
00:06:39: Bedeutet das gleichzeitig auch dass die Versorgung geringer ist?
00:06:44: Dass sie vielleicht in Frage gestellt wird oder ist das völlig unabhängig zu sehen?
00:06:48: Ist die Versorge gesichert?
00:06:49: Ob die Versorgen gesichern ist, ist insofern eine interessante Frage weil wenn wir uns typen Petroleumbestände anschauen, die Lagerbestände in den USA.
00:06:59: Dann sind sie so niedrig wie seit über vierzig Jahren nicht mehr.
00:07:02: Ich glaube wir hatten das letzte Mal einen niedrigen Petroleumlager bestanden im USA Anfang der achtziger Jahre und das zieht sich natürlich wie ein roter Faden durch die ganze Welt weil also besonders Asien und Europa die eben extrem abhängig sind von Importen der Energie, also Importen bei Rohöl, Importen Und das hat dazu geführt, dass wir in den letzten drei Monaten wie der Krieg angefangen haben eigentlich von den Lagerbeständen gelebt haben.
00:07:33: ist ja klar, wenn du nichts mehr hast und von den Lagerbeständen leben musst, dass das irgendwie nach unten geht.
00:07:38: Das ist wie wenn du heute als Privathaushalt deinen Job verlierst und du hast der Ersparnisse am Konto und musst von den Erspanissen leben.
00:07:44: dann wird das weniger.
00:07:45: Und genau das ist hier auch passiert!
00:07:47: Das heißt man müsste eigentlich erst diese Lager bestände wieder auffüllen um dann mit vollem Vertrauen dem Markt mitteilen zu können wir haben kein Problem.
00:07:56: was jetzt die Lufthansa betrifft?
00:07:57: Das habe ich mir nicht angeschaut im Detail ob das jetzt die Lufthansa irgendwie besonders betriffe.
00:08:02: aber Sicherheit eines sagen.
00:08:04: Ich persönlich bin überzeugt davon, dass ich die Chaosienpreise weltweit sehe und wir stehen jetzt kurz vor der Sommersaison, kurz vor einer großen Reisesaison.
00:08:12: Ich kann mir beim besten wenig vorstellen das die Tickets günstiger werden sollen und wahrscheinlich eher teurer werden.
00:08:33: Wenn du nicht mehr weiter weißt, gründe einen Arbeitskreis.
00:08:37: Gründe für alles.
00:08:38: Arbeitskreise sollen die das machen und da brauche ich dann keine Daten mehr, die entscheiden dann und... Ich werde mich auch gar nicht kommenten was ich dafür im Plan habe.
00:08:46: also das habe jetzt mal so ein bisschen versucht leidenhaft zusammenzufassen.
00:08:49: liegt er richtig?
00:08:50: hundertprozentig.
00:08:51: Er hat ja nicht nur einen Arbeitskreis gegründet, sondern er hat bei seinem ersten Meeting als FED-Chef am siebzehnten Juni also das ist jetzt drei Wochen her.
00:09:00: Er hatte fünf Arbeitskreise bekannt gegeben und ich habe lustigerweise dasselbe Sprichwort an dem Abend verwendet was du gerade verwendete.
00:09:06: Ist nie wahr?
00:09:06: Wenn
00:09:07: ihr nicht mehr weißt doch bilden einen Arbeitskreis!
00:09:09: Und wir haben das live kommentiert damals die gesamte Sitzung Und es kam auch so rüber.
00:09:15: Also er hat insofern überrascht bei seinem ersten Meeting, also er hat meines Erachtens zwei grundlegende Dinge getan die die Welt verändern werden.
00:09:23: das eine ist, er hat die Vorwort Guidance abgeschafft.
00:09:26: Die gibt's seit ungefähr Anfang der zweitausender Jahre ich glaube dies damals eingeführt worden kurz nach dem Platz in der Dotcom Blase Weil die Volatilität so hoch war und die amerikanischen Notenbank damals gesagt hat, sie möchte den Markt mit der Forward Guidance so ein Art Instrument an die Hand geben.
00:09:41: Dass der Markt nicht mehr so überrascht wird von den Zinsentscheidungen davor was wirklich so bis jetzt wieder ist wie es er wieder eingeführt hat dass du eigentlich nicht weißt was dich bei diesen Zinssitzungen erwartet aber die Zinsen erhöht senkt gleich belast.
00:09:54: Du hast keine Forward Guidances mehr!
00:10:00: diese nochmal verschärft.
00:10:04: Und das hat dem Markt eine ungemeine Sicherheit gegeben in den letzten zwanzig Jahren und hat die Volatilität aus dem Markt rausgenommen, das hat er abgeschafft.
00:10:13: Er hat das am siebzehnten Juni bekanntgegeben.
00:10:14: es gibt keine Vorworter.
00:10:15: eines mehr.
00:10:16: Das zweite was er getan hat ist dass das FAT Statement das eigentlich relativ umfangreich war in den Letzten Jahren immer wieder oder letzten Jahrzehnte hat er radikal zusammen gestutzt.
00:10:26: Das heißt auch hier kann der Markteilnehmer heute nicht mehr lesen.
00:10:30: er liest nur was die Entscheidung waren was zu dieser Entscheidung geführt hat, aber er bekommt kein Instrument mehr an die Hand wo er in irgendeiner Form ablesen könnte für die nächsten vier sechs Wochen bis zum nächsten Meeting.
00:10:41: Was der Markt machen könnte und das war dramatisch.
00:10:43: ich habe selten bei einem Fed-Meeting eine solche Zinsveränderung gesehen.
00:10:48: innerhalb dieser zwei Stunden vom Announcement um zwanzig Uhr mittlereuropäischer Zeit bis zum Ende der Pressekonferenz um zwhnzwanzig uhr, zwunzwanziger dreißig da hat sich die Zinserwartung von dem was wir gehabt haben nämlich Zinssenkungen hat sich zwar schon verschärft die letzten Woche vor dem Meeting, weil jeder wusste dass die Energiepreise steigen das möglicherweise die Inflation steigt aber der Markt hat eher noch Zinssenkungen erwartet bzw.
00:11:13: dass die Zinsen gleich bleiben.
00:11:15: und während des Meetings ist die Zinserhöhungserwartung auf seventy-fünf Basispunkte angestiegen, also sprich um ein dreiviertel Prozent.
00:11:23: Ich habe selten so eine Bewegung erlebt und er hat es dann wirklich geschafft den Markt eigentlich so zu verunsichern.
00:11:29: wir haben das die Wochen danach wunderbar gesehen besonders an den Edelmethalerpreisen die massiv unter Druck gekommen sind.
00:11:35: Wir wissen, Gold, Silber, Palladium, Platin – die mögen keine hohen Zinsen.
00:11:39: Und sie sind massiv unter Druck gekommen durch sein
00:11:42: Narrativ.".
00:11:47: Ja
00:11:55: ja, das stimmt schon.
00:11:56: Aber das war eben bedingt dadurch dass wir Anfang des Jahres noch damit gerechnet haben, dass wir drei Zinssenkungen in den USA sehen bis zu im Jahr- und jetzt hat der Markt dann nach dem Meeting spekuliert, dass wird drei Zinns Erhöhungensehen bis zum Jahr-und- und also diese
00:12:10: Teilfahrt der edlementalen Preise hat sich dadurch dann noch beschleunigt, will ich
00:12:14: sagen?
00:12:14: Genau richtig!
00:12:15: Und er hat es nochmal verstärkt.
00:12:16: Wir haben uns neu losgemacht Ganze wieder etwas entspannt, also die Zins-Erhöhungswahrscheinlichkeiten sind etwas zurückgegangen.
00:12:24: Warum?
00:12:25: Weil die Energiepreise fallen und weil der amerikanische Arbeitsmarkt sich nicht so entwickelt wie es vorher gesehen wurde oder wie es erwartet wurde.
00:12:32: Wir haben jetzt am Donnerstag die Arbeitsmarktdaten bekommen, die waren deutlich schwächer als das was der Markt erwartet hat Und wir haben eben fallende Rohölpreise.
00:12:39: Wie gesagt die Crack Sprats sind immer noch ein Thema.
00:12:42: Also Kevin Worscht legt sich nicht eindeutig fest, wir dürfen jetzt gespannt sein.
00:12:46: Wir haben das nächste Fed-Meeting am neunundzwanzigsten Juli dann vor der Sommerpause.
00:12:50: also der Markt ist definitiv gespannt was er da zum besten geben wird.
00:12:55: Sprechen wir noch ganz kurz über das Wetter, über die Hitze.
00:12:57: Gut du in Dubai hast eigentlich immer das gleiche Wetter.
00:13:01: Die gleiche Hitze.
00:13:02: aber hier in Europa sah es dann doch irgendwie ein bisschen anders aus.
00:13:05: Wir haben gestönt unter der ersten großen Hitzewelle mit über vierzig Grad auch übrigens in den USA.
00:13:11: knapp fünfzig Grad war uns da.
00:13:12: Deswegen waren dann auch in Washington jetzt am Wochenende Teile der Feierlichkeiten zum Independence sei abgesagt worden.
00:13:18: Aber auch in den Ozeanen habe ich jetzt am wochen in dem Radio gehört gibt es gigantische Hitzewerte mit krassen Auswirkungen und dazu gibt es ja noch den guten alten Bekannten, den El Nino.
00:13:32: Das sind also veränderte Meeresströmungen im Pazifik!
00:13:35: Was bedeutet das für dein Geschäft?
00:13:38: Also das ist ein total spannendes Thema weil ich habe jetzt am Wochenende mal die Vorhersagen von der amerikanischen Wetterbehörde angesehen und dass in der Tat so... Die Experten, die Wetterexperten sprechen von der Möglichkeit eines superellen Ninjos.
00:13:51: Was passiert bei einem L-Ninjo?
00:13:53: Die Oberflächenwassertemperatur im Pazifik erhöht sich aufgrund eines Klimafenomens Und bei einem normalen Enlinio berechnen wir damit, dass diese Temperatursteigerungen ein bis zwei Grad Celsius betragen.
00:14:05: Und von einem Super-Enlinio spricht man dann, wenn diese Temperatursteigerung in über drei Grad Celsius sind.
00:14:11: Wir sind mittlerweile bei vier Grad Celsius.
00:14:14: Das hat massive Auswirkungen auf die klimatischen Bedingungen weltweit.
00:14:18: Um ein Beispiel zu geben In Südamerika kommt es zu erhöhtem Regen Überflutungen, genauso wie in Afrika.
00:14:24: Es kommt zu extremer Trockenheit in den USA und in Asien.
00:14:28: also man sieht schon diese Verwerfungen die ziehen sich wie so ein roter Faden durch die ganze Welt hindurch.
00:14:34: Und ich bin überzeugt davon dass das schon was wir jetzt gesehen haben auch in Deutschland oder in Europa Diese Hitzewelle ist eine Auswirkung dieses El Ninos weil eben die verschiedenen Länder und die verschiedenen Kontinente unterschiedlich stark betroffen sind, aber sie werden alle betroffen sein.
00:14:51: Und wir hatten jetzt auch in den letzten vier Wochen in Indien zum Beispiel schon Temperaturen weit über fünfzig Grad Celsius.
00:14:58: Ich muss auch dazu sagen dass es hier in der UEE heißer ist als unter normalen Umständen also haben auch eine deutlich höhere Temperatur als zum Beispiel vor einem Jahr um diese Jahreszeit.
00:15:07: Und ich bin mir sicher das sind die Auswirkungen.
00:15:09: Wir wissen ja, kommt oder was auch immer die Gründe sind, aber Fakt ist das ist ja nachweislich dass die Temperaturen gestiegen sind in den letzten Jahrzehnten und das Klimafenomen El Nino.
00:15:22: In diesem Ausmaß das fördert natürlich die Auswirkungen massiv.
00:15:26: Um vielleicht ein Beispiel zu geben, wir hatten die letzten starken El Nino's im Jahr zwei Tausend Fünfzehn Sechzein.
00:15:32: Siebenundneunzig, Achtundneunsig und vorigen Jahrhundert in den Achtziger Jahren hatten wir einen und wir hatten einen ganz, ganz starken vor über Hundertvierzig Jahren.
00:15:40: Das muss gewesen sein.
00:15:41: Achtzehnhundertsiebeneunzig wenn man den Recherchen glauben darf, wenn man das mal nachliest Dann hat es damals bis zu vierzig Millionen Tote gegeben.
00:15:49: Wir haben natürlich andere Lieferketten dieser Tage, aber Fakt ist alles was angepflanzt wird, alles was ausgesehen und geerntet wird wie eben die Getreiderostoffe oder bei den Soft Commodities Kaffee Zucker Kakao, die sind massiv davon betroffen und keiner weiß wie am Ende des Jahres die Ernten tatsächlich aussehen werden.
00:16:08: Eines ist auch Fakt das US-Landwirtschaftsministerium hat bekannt gegeben letzte Woche dass beim US-Weizen wird dieses Jahr die niedrigste Anbaufläche seit hundertvierzig Jahren haben.
00:16:20: Jetzt muss man sich vorstellen, hundertvierzig Jahre vor Hundertvierzig Jahren waren ein Eins Komma Acht Milliarden Menschen auf der Welt.
00:16:25: Heute sind es acht Milliarden Menschen.
00:16:27: also das wird Auswirkungen auf die Preise haben wenn die Verfügbarkeit einfach geringer wird und wenn die Ernten negativ beeinflusst sind.
00:16:33: Und dass werden sie durch dieses Klimafenomen?
00:16:35: wird das massive Auswirkungen Auf Die erträge Haben
00:16:38: auch Auswirkung auf den Dynamik Commodity Index
00:16:42: mit Sicherheit.
00:16:42: Also wir haben natürlich Die Themen dahingehend verändert im DCX, dass wir stärker auf Agrarohstoffe setzen.
00:16:50: Also stärker getreide Rohstoffe und stärker die Soft Commodities setzen.
00:16:53: Und das hat sich auch ausgezahlt jetzt schon.
00:16:56: Ich gehe davon aus, dass dieser Trend sich fortsetzen wird.
00:16:59: Wobei ich dazu auch sagen möchte, dass ich nach wie vor überzeugt bin, dass zwei Metalle haben im Markt, die weiterhin profitieren werden von steigenden Kursen – auch wenn sie kurzfristig unter Druck gekommen sind!
00:17:09: Das eine ist der Goldpreis, also gold.
00:17:11: Ich bin überzeugt davon dass wir gold gegen Jahresende eher wieder Richtung fünftausend sehen als das wir bei drei tausend stehen.
00:17:18: und da zweite kritische Mineral Rohstoff auf den ich sehr bullisch bin ist nach wie vor das amerikanische Kupfer noch dazu wo wir seit Tagen auf dem Vorschlag des US-Handelsministeriums warten das hätte eigentlich schon am dreißigsten Juni passieren sollen, dass das US-Handelsministerium der US-Regierung Donald Trump einen Vorschlag macht.
00:17:36: Wie hoch die Zölle ausfallen sollen auf raffinierten Kupfer?
00:17:39: Der ist ja momentan noch ausgenommen in den USA.
00:17:41: Der Markt preist momentan einen Zoll ab im Jahr von dem Jahr für ein Zoll bis zu einem Zoll von zwei Tausend siebenundzwanzig auf raffenierten amerikanischen Kupfen von fünfzehn Prozent und ab dem Jahr von zweitausend zwanzig von dreißig Prozent ein.
00:17:50: Aber wir kennen ja Donald Trump!
00:17:52: Wir wissen ja er kann sich das ja... jederzeit anders überlegen und die höheren Zelle einführen.
00:17:57: Und das sieht man ganz gut bei den Lagerbeständen in den USA, die sind durch die Decke gegangen in den letzten Wochen und Monaten.
00:18:02: Aus dem Grund hast du ihn ja auch als den Chefankündiger bezeichnet im Donald-Jump.
00:18:07: Carsten Storck und die wunderbare Welt der Rohstoffe.
00:18:11: Ich danke dir!
00:18:12: Vielen Dank für die
00:18:22: Einladung!
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